Warum Scholz eine geheime Botschaft an Chinas Staatschef richtete
Der künftige Kanzler ließ Chinas Staatschef Xi ausrichten, er werde den
bisherigen Kurs gegenüber Peking fortsetzen - obwohl Grüne und FDP das
nicht wollen.
Die Bundestagswahl war noch keinen Monat vorbei, da erhielt Chinas
Staatschef Xi Jinping bereits eine Botschaft des künftigen Kanzlers Olaf
Scholz (SPD). Als Überbringer der Nach-richt diente der EU-Ratspräsident
Charles Michel, der Mitte Oktober mit Xi telefonierte, um über den
nächsten Gipfel zwischen der Europäischen Union und China zu reden.
Michel
habe dem chinesischen Staatschef die Botschaft überbracht, dass Scholz
die China-Politik von Angela Merkel fortsetzen wolle, berichtete die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf einen EU-Diplomaten.
Außerdem
ließ Scholz ausrichten, er werde seine beiden künftigen
Koalitionspartner, die Grünen und die FDP, in Schach halten. Damit droht
der neuen Regierung der erste Streit um die Außenpolitik.
Tatsächlich
setzten die beiden Parteien gegenüber der SPD sehr deutliche Worte im
Koali-tionsvertrag durch: „Wir streben eine enge transatlantische
Abstimmung in der China-Politik an und suchen die Zusammenarbeit mit
gleichgesinnten Ländern, um strategische Abhängig-keiten zu reduzieren“,
heißt es im Koalitionsvertrag.
Um in der
„systemischen Rivalität mit China unsere Werte und Interessen
verwirklichen zu können“, brauche Deutschland eine umfassende
China-Strategie. Das wäre eine deutliche Abkehr vom pragmatischen Kurs
der Ära Merkel.
Koalitionsvertrag spricht heikle Themen an
Zudem
spricht der Koalitionsvertrag Themen direkt an, die Peking stets als
Einmischung in innere Angelegenheiten versteht: „Im Rahmen der
Ein-China-Politik der EU unterstützen wir die sachbezogene Teilnahme des
demokratischen Taiwan in internationalen Organisationen. Wir
thematisieren klar Chinas Menschenrechtsverletzungen, besonders in
Xinjiang.“
Außerdem fordert die neue Koalition
indirekt mehr Autonomie für Hongkong. Allein die Tatsache, dass Taiwan
und die Provinz Xinjiang im Koalitionsvertrag überhaupt erwähnt werden,
setzt einen neuen Ton in den Beziehungen zu China. Zu Taiwan unterhält
Deutsch-land keine diplomatischen Beziehungen - aus Rücksicht auf die von
der Führung in Peking geforderte Ein-China-Politik. Doch in der
Ankündigung im Koalitionsvertrag könnte die Volksrepublik eine
Aufwertung Taiwans sehen.
Dass
die neue Regierung die Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang explizit
anspricht, dürfte Peking ebenfalls verärgern. In der mehrheitlich von
der muslimischen Minderheit der Uiguren bewohnten Region sind mehr als
eine Million Menschen in Lagern interniert.
Als
sich der Menschenrechtsausschuss des Bundestages im vergangenen Jahr
mit der Lage in Xinjiang beschäftigte, reagierte die chinesische
Botschaft in scharfer Form. Pekings Diploma-ten sprachen in einer
Erklärung von „Verleumdung“ und „ideologischen Vorurteilen“ und warnten
die Parlamentarier vor einer Einmischung.
„Deutschland muss Abhängigkeiten von China überprüfen“
Mit
seiner Intervention noch vor der Regierungsbildung machte Scholz der
chinesischen Führung nicht nur klar, dass er den Kurs seiner
Amtsvorgängerin beibehalten will, sondern auch, dass er diesen Kurs
ungeachtet der Positionen der kleineren Koalitionspartner durch-setzen will.
„Bereits in den vergangenen Jahren ist die China-Politik der
Bundesregierung im Kanzleramt bestimmt worden“, sagt Mareike Ohlberg,
China-Expertin beim German Marshall Fund.
Allerdings
gab es in der großen Koalition keinen grundsätzlichen Dissens in der
Frage des Umgangs mit China. Dagegen hat sich die künftige
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für einen härteren Kurs
gegenüber Peking ausgesprochen, was ihr umgehend offene Kritik aus der
Botschaft in Berlin einbrachte. Die chinesische Führung werde nun darauf
setzen, dass sich Baerbock und das Auswärtige Amt zurückhalten müssten,
sagt Ohlberg.
Eine Fortsetzung von Merkels Politik
gegenüber China sei allerdings nicht mehr zeitgemäß, warnt die Expertin.
„Selbst Teile der deutschen Wirtschaft dringen mittlerweile auf einen
härteren Kurs.“ Die größte Herausforderung für die neue Bundesregierung
sei es, „Deutsch-lands Abhängigkeiten von China zu überprüfen und
graduell abzubauen, um sich weniger angreifbar zu machen“. Außerdem
müsse Deutschland auf europäischer Ebene eine Antwort darauf finden,
dass China gegen einzelne EU-Staaten wie derzeit gegen Litauen vorgehe.
Nota. - Eine noch so geschickte Europapolitik ist nichts wert ohne den weltpolitischen Rah-men, in den sie gehört. Da hätte Angela Merkel einen besseren Außenminister gebrauchen können als den reisenden Maaßanzug. Doch dass Frau Baerbock genügend Gewicht auf die Waage bringt, um Olaf Scholz den Horizont zu weiten, muss man leider bezweifeln.
Der ist sicher nicht der schlechteste, den man sich für Deutschland denken kann. Aber er gehört zu der Sie-wissen-schon-Partei. Selbst das ginge noch schlechter, es reicht auch so.
Der Anfang ist erwartungsgemäß stolprig. Als Angela Merkel von sechzehn Jahren anfing, hat ihr keiner viel zugetraut. Da konnte sie nicht viel falsch machen. Doch nach ihrer Vorgabe sind die Erwartungen nun hoch. Es sieht nicht so aus, als könnten die Neuen dem gerecht werden.
Ich habe sie mir nicht gewünscht, aber dass sie die Karre in den Dreck reiten, kann ich mir schon gar nicht wünschen.
- so titelt heute die Frankfurter Allgemeine; natürlich nicht ohne das obligate ?ragezeichen. Das lasse ich weg: Keiner hätte sich vor sechzehnt Jahren träumen lassen, dass Deutschland unter Angela Merkel an der Spitze Europas eine Weltmacht werden könnte. Eine Weltmacht, der man zumutet - und zutraut -, an der Stelle Amerikas die Führung des Westens zu über-nehmen.
Dies Kapital auszubauen hat sie nicht mehr geschafft, und angesichts ständiger Sabotage aus den eigenen Reihen wohl auch nicht mehr versucht.
Und alle deutsche Regierungen nach ihr sind daran zu messen, was sie aus dierer ihre Erb-schaft zu machen verstehen. Bewahren ist das mindeste, was man verlangen darf. Doch schon das könnte versiebt werden.
Wenn in einem Landkreis die Schweinepest auftritt, werden die Bestände flächendeckend gekeult.
Das ist ein schwerer Schlag für die Züchter. Aber dass dadurch die Verfassung oder die Grundrechte beschädigt würden, ist noch nicht behaupet worden.
Bei Covid-19 wurde das bislang gar nicht in Vorschlag gebracht, doch schon ist das Geschrei groß.
Nota - Das
obige Bild gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie
der Eigentümer sind und ihre Verwendung an dieser Stelle nicht
wünschen, bitte ich um Ihre Nachricht auf diesem Blog.JE
Die Überlebensfrage des Rechtsstaats lautet, ob Recht gilt, stimmts? Dabei ist es dasselbe, ob kein Recht gilt, oder ob Recht nicht gilt.Auch das stimmt.
Chinas "Venedig der Steinzeit" wurde von Monsunregen zerstört
Ein archäologisches
Forschungsteam fand in Tropfsteinen Hinweise darauf, dass die
Hochkultur starken Niederschlägen und Überflutungen nicht standhielt
Während im heutigen Zentraleuropa vor etwa 5.300 Jahren Ötzi über die
Berge zog, entstand tausende Kilometer weiter östlich eine
beeindruckende Stadt: Liangzhu läge heute im Südosten Chinas und
entwickelte schon damals eine komplexe Wasserversorgung mit Kanälen und
Reservoirs, deren Ausmaß vor vier Jahren bekannt wurde. Eine der fortschrittlichsten Kulturen dieser Zeit also.
Ein Forschungsteam mit Innsbrucker Beteiligung berichtet nach der Analyse von Tropfsteinen nun im Fachblatt "Science Advances"
über den Grund für den Untergang der Stadt, die auch als Chinas
"Venedig der Steinzeit" bezeichnet wird: Klimaänderungen mit starken
Monsunregen ließen die Hochkultur zugrunde gehen.
Die 160 Kilometer südwestlich von Schanghai gelegenen Ruinen von
Liangzhu im Jangtse-Delta wurden erstmals 1936 entdeckt und ab den
1970er-Jahren systematisch ausgegraben. Dabei wurden unter anderem
tausende kunstvoll gearbeitete Grabbeigaben aus Jade gefunden. Das
Besondere an der Liangzhu-Kultur sind aber die immensen
Wasserbauanlagen, die schon im späten Neolithikum, in der Jungsteinzeit,
errichtet wurden.
Starke Schwankungen
Liangzhu liegt in einer Region mit
starken Niederschlagsschwankungen, wo Überschwemmungen üblicherweise im
Juni auftreten, gefolgt von trockenen und heißen Sommermonaten, schreibt
die Forschungsgruppe um Haiwei Zhang von der Xi'an-Jiaotong-Universität
in der Arbeit. Ihnen zufolge wurde vor 5.300 bis 4.700 Jahren ein
komplexes System an schiffbaren Kanälen, Dämmen und Wasserreservoirs
errichtet, um große landwirtschaftliche Nutzflächen ganzjährig
bewirtschaften zu können. Die 2019 von der Unesco in die Liste der Welterbestätten
aufgenommene archäologische Stätte gilt als eines der ersten Beispiele
für ein hochentwickeltes Gemeinwesen basierend auf einer
Wasserinfrastruktur. Daher rührt auch der Vergleich mit Venedig.
Fast eintausend Jahre lang war die Stadt bewohnt, ehe die Hochkultur
vor etwa 4.300 Jahren ein abruptes Ende fand. Die Ursachen dafür waren
bisher umstritten. "Auf den erhaltenen Überresten wurde eine dünne
Lehmschicht nachgewiesen, die auf einen möglichen Zusammenhang des
Untergangs der Hochkultur mit Überschwemmungen des Jangtse oder Fluten
vom Ostchinesischen Meer hinweist", erklärt Christoph Spötl vom Institut
für Geologie der Universität Innsbruck in einer Aussendung.
Aus dieser Schicht allein seien allerdings keine eindeutigen
Rückschlüsse auf die Ursache möglich. Und Hinweise auf kriegerische
Auseinandersetzungen oder andere menschliche Auslöser seien auch nicht
entdeckt worden.
Klimaarchiv Tropfstein
Um einer möglichen klimatischen
Ursache des Niedergangs der Liangzhu-Kultur auf den Grund zu gehen,
untersuchte das Forschungsteam Tropfsteine. Sie zählen zu den
wichtigsten Klimaarchiven, denn die Stalaktiten und Stalagmiten wachsen
über Jahrtausende in Höhlen und schließen dabei verschiedene Elemente
wie Kohlenstoff, Sauerstoff oder Uran ein. Damit zeichnen sie die Klima-
und Umweltbedingungen sowie deren Veränderungen auf. Mithilfe
geochemischer Untersuchungen können Forschende diese Informationen
auslesen. So lassen sich die klimatischen Verhältnisse oberhalb der
Höhlen rekonstruieren – eine Reise in die Vergangenheit, die mehrere
100.000 Jahre zurückliegen kann.
In der beeindruckend beleuchteten Shennong-Höhle befinden sich
Tropfsteine, die Rückschlüsse auf die Klimageschichte rund um die
einstige Stadt Liangzhu zulassen. Sie wurden von Haiwei Zhang und seinem
Team analysiert.
Haiwei Zhang, der 2017 an der Uni Innsbruck als Gastwissenschafter
tätig war, entnahm aus den beiden südwestlich der Ausgrabungsstätte
liegenden Höhlen Shennong und Jiulong Proben von Stalagmiten. "Diese
Höhlen befinden sich im gleichen Einflussgebiet des südostasiatischen
Monsuns wie das Jangtse-Delta und erlauben uns mit ihren Tropfsteinen
einen exakten Blick in die Zeit des Zusammenbruchs der Liangzhu-Kultur",
sagt Spötl.
Überflutungen am langen Fluss
Die Analysen der Isotopenwerte
des Kohlenstoffs in den Tropfsteinen an der Uni Innsbruck sowie
Uran-Thorium-Analysen an der Xi'an-Jiaotong-Universität zeigten:
Zwischen 4.345 und 4.324 Jahren vor heute trat eine extrem
niederschlagreiche Klimaphase auf. So alt ist auch die in der Region
gefundene dünne Schlammschicht.
"Die massiven Monsunregen dürften zu so starken Überflutungen des
Jangtse und seiner Seitenarme geführt haben, dass selbst die
hochentwickelten Dämme und Kanäle diesen Wassermassen nicht mehr
standhielten, die Liangzhu-Stadt zerstörten und den Menschen nur die
Flucht blieb", sagt Spötl. Diese sehr feuchten Klimabedingungen blieben
mit Unterbrechungen weitere 300 Jahre bestehen.
Untergang und Gründung
Der Untergang anderer neolithischer
Kulturen im Jangtse-Delta fiel dann mit einer ausgedehnten Dürreperiode
zusammen, die vor rund 4.000 Jahren begann. In dieser Zeit kam es weiter
im Norden auch zur Gründung der Xia-Dynastie vor etwa 4.020 Jahren, die
als erste Dynastie Chinas gilt.
Die Forschungsgruppe vermutet, dass die hydroklimatischen
Veränderungen vor 4.300 bis 3.000 Jahren auf Schwankungen der
sogenannten El Niño-Southern Oscillation
zurückgehen. Durch schwächere sommerliche Sonneneinstrahlung auf der
Nordhalbkugel könnte sich dieses gekoppelte Zirkulationssystem von
Erdatmosphäre und Meeresströmung im Pazifik verändert haben, lautet die
Vermutung. (APA, red)
aus spektrum.de, 16. 12. 2020 Perlen aus Jade, Neophrit u. a.
Chinas Venedig der Steinzeit Unweit
von Schanghai liegt Liangzhu. Vor rund 5300 Jahren errichteten Menschen
dort eine ummauerte Stadt, die über ein komplexes System aus Dämmen und
Kanälen schiffbar war. Ein Paukenschlag in der weltweiten
Zivilisationsgeschichte.
Vor
rund 5300 Jahren erhob sich aus dem Delta des unteren Jangtse eine
blühende Metropole. Die Menschen konnten die Stadt zu Fuß betreten. Eine
Straße führte durch die hoch aufragenden Mauern. Die meisten Bewohner
fuhren aber wohl eher mit dem Boot. Denn um die Stadt erstreckte sich
ein weit verzweigtes Netz von Kanälen, über das die Bewohner bis ins
Zentrum der Metropole gelangen konnten. Dort ragte bis zu 15 Meter hoch
eine Plattform auf, die auf einer Fläche von 630 mal 450 Metern aus Erde
aufgeschüttet worden war. Obenauf stand ein ausgedehnter palastartiger
Komplex samt großen Kornspeichern. Zwischen Plattform und Stadtmauern
lagen Nekropolen mit reich ausgestatteten Gräbern. Die Wasserwege
jenseits der Umwehrung ließen sich durch eine Reihe gewaltiger Dämme und
Speicherseen regulieren.
Die
Stadt, die heute unter dem Namen Liangzhu bekannt ist, war fast
1000 Jahre lang bewohnt. Ihre Kultur bestimmte auch das Leben in der
umliegenden Region, die regelmäßig vom Fluss überschwemmt wurde. Mehr
als 100 Kilometer entfernt von der Stadt entdeckten Forscher noch
ähnliche Funde wie in Liangzhu. Die Ausgräber fanden auch heraus, dass
die Stadt um 2300 v. Chr. untergegangen war – und danach in
Vergessenheit geriet. Erst in den letzten zehn Jahren kamen Archäologen
dem wahren Ausmaß der frühen Metropole auf die Spur.
Ihre Forschungen zeigen: Liangzhu war eine staatlich
organisierte Gesellschaft, offenbar die bislang älteste bekannte ihrer
Art in Ostasien. »Meiner Ansicht nach gibt es weltweit nichts
Vergleichbares, das so früh datiert und hinsichtlich der
Wasserbewirtschaftung – oder überhaupt hinsichtlich irgendeiner Art von
Bewirtschaftung – derart monumental angelegt ist«, sagt Vernon
Scarborough von der University of Cincinnati in Ohio. Frühe
Zivilisationen entstanden demnach nicht allein im alten Ägypten oder
Mesopotamien. Auch im fernen Osten blühte um 3300 v. Chr. eine hoch
technisierte Kultur auf. Das heißt: Die Idee der Zivilisation erblickte
mehrfach das Licht der Welt. Gräber mit kostbaren Jadeobjekten
Die
ersten Hinweise auf eine prähistorische Kultur im Jangtse-Delta
entdeckte 1936 Shi Xingeng. Der Forscher, der im West Lake Museum von
Hangzhou arbeitete, benannte die Stätte nach der nahe gelegenen Stadt
Liangzhu. Shi hatte vor allem Überreste einer eher unscheinbaren
schwarzen Keramikware gefunden. Erst in den 1970er und 1980er Jahren
erregte Liangzhu große Aufmerksamkeit, als die Nekropolen im Umfeld der
alten Stadt frei gelegt wurden.
In den meisten Gräbern lagen zwar
kaum Beigaben, doch einige wenige Bestattungen enthielten hunderte
kunstvolle Gegenstände aus Jade – darunter die frühesten Beispiele der
für Chinas alte Kulturen so typischen Cong-Röhren sowie so genannte
Bi-Scheiben. Das sind dünne, in der Mitte durchlochte Steindisken. Auf
vielen dieser Stücke ist die Figur eines Mannes dargestellt, der einen
üppigen, mit Federn verzierten Kopfschmuck trägt. Er reitet auf einem
Ungeheuer mit riesigen Kulleraugen und gebleckten Zähnen. Gut möglich,
dass die beiden Mythengestalten oder im Kult bedeutsame Figuren waren.
Jedenfalls tauchen der Furcht erregende Reiter und sein Tier noch auf
weiteren Grabbeigaben auf, wie Ritualäxten, Anhängern und Ziertäfelchen
für Kopfbedeckungen.
Cong-Röhre | In einer Nekropole von Liangzhu
stießen die Archäologen auf reich ausgestattete Gräber. Elf davon
enthielten insgesamt 3000 Objekte aus Jade, darunter diese neun
Zentimeter hohe Cong-Röhre. Darauf ist mehrfach ein Reiter mit Federputz
abgebildet, der auf einem Ungeheuer mit Kulleraugen und gebleckten
Zähnen sitzt.
Bislang hielten Forscher derartige Objekte für Zeugnisse späterer Kulturen.
So hätten frühestens Angehörige der Zhou-Dynastie, ab 1046 v. Chr.,
Kunstwerke aus Jade gefertigt. Doch nun lagen solche Stücke in einer
5000 Jahre alten, neolithischen Nekropole. Es war ein erster Fingerzeig,
dass Liangzhu möglicherweise eine hierarchisch strukturierte
Gesellschaft beherbergt hatte, deren Handwerker kunstvolle Artefakte
fertigten und deren Elite wohlhabend genug war, sich solch kostbare
Stücke zu leisten.
Die
Entdeckungen gaben Anlass für weitere Grabungen. Zwischen 1987 und 1993
fanden die Forscher die künstlich angelegte Erhebung im Herzen der
Stadt. Sie bedeckt eine Fläche von fast 300 000 Quadratmetern. Die
Menschen von Liangzhu hatten darauf aus Holz und Bambus einen großen
Baukomplex errichtet, den die Ausgräber als Mojiaoshan bezeichneten.
Anschließend kamen die Reste von Stadtmauern ans Licht: mehr als
20 Meter breit, noch 4 Meter hoch anstehend und umgeben von
Wassergräben. Ähnlich einem Quadrat mit abgerundeten Ecken umfassten die
Mauern aus Erde eine Fläche von 1900 mal 1700 Metern. Und
offensichtlich hatten die Einwohner Nahrung im Überfluss: Neben der
großen Plattform stießen die Ausgräber auf eine Grube mit ungefähr
13 000 Kilogramm verkohltem Reis. Womöglich, so vermuten die
Archäologen, war das Getreide in einem der Kornspeicher auf Mojiaoshan
verbrannt und dann nahebei in der Grube verscharrt worden.
Ein gigantisches System aus Dämmen und Kanälen
Zuletzt 2016 und 2017 erschienen jeweils in »Chinese Archaeology« und »PNAS«
wissenschaftliche Studien, die es in sich hatten: Forscher um Liu Bin
vom Zhejiang Provincial Institute of Cultural Relics and Archaeology in
Hangzhou hatten erstmals die monumentalen wasserbaulichen Maßnahmen der
Liangzhu-Kultur kartiert. Sie werteten Satellitenbilder aus, nahmen
Bohrkerne und legten bei weiteren Grabungen westlich der Stadt eine
Reihe niedrig gebauter Dämme frei. Um das Überflutungsgeschehen in der
Ebene zu regulieren, waren dort unterschiedlich lange Sperrbauten auf
dem nassen Untergrund angelegt worden – der mit Abstand größte misst
5 Kilometer in der Länge und 50 Meter in der Breite. Arbeiter hatten
dafür unzählige mit Stroh umwickelte »Sandsäcke« aufgeschichtet, deren
Struktur sich noch heute im Erdreich abzeichnet. Überdies hatten die
Erbauer flussaufwärts fünf höhere Dämme angelegt: Zwischen 50 und
200 Meter lang ragen sie teils noch 10 Meter hoch auf. Hinter den Dämmen
sammelte sich einst das aus dem Gebirge abfließende Wasser in riesigen
Speicherseen. Mit Hilfe der Sperrbauten ließ sich der Wasserhaushalt auf
einer Fläche von mehr als 10 000 Hektar kontrollieren, fast
6,5 Milliarden Kubikmeter Wasser wurden gebändigt. C-14-Datierungen
sowie eine stilistische Analyse von Jadeobjekten, die in der Nähe der
Deiche zu Tage kamen, ergaben: Einige Dämme standen bereits vor
5200 Jahren, also zur Zeit von Liangzhu. Und mancher Deich überdauerte
die Jahrtausende bis heute: Der Qiuwu-Damm etwa ist noch immer in
Betrieb.
Die
Stauseen sicherten die Bewässerung der Reisfelder. Ebenso hielten sie
Überschwemmungen zurück. Sie speisten zudem 51 Wasserwege, die das
Gebiet um Liangzhu vernetzten. Dabei handelte es sich teils um
natürliche Flussläufe, teils um Kanäle, die zusammengenommen eine Länge
von ungefähr 30 Kilometern ergaben. »Der Austausch muss größtenteils per
Boot erfolgt sein – es war eine Stadt der Kanäle ebenso wie der
Straßen«, schreiben Colin Renfrew von der University Cambridge und
Liu Bin 2018 in »Antiquity«.
Vielleicht am ehesten vergleichbar ist Liangzhu mit dem
mittelalterlichen Venedig oder den berühmten »Wasserstädten« in der Nähe
von Schanghai, die jedoch einige tausend Jahre später entstanden sind.
Über das Kanalsystem schaffte man auch Baumaterialien wie
Holz und Stein in die Stadt. Das belegen petrologische Untersuchungen.
Die Fundamente der Stadtbefestigung fußten nämlich auf Steinmaterial,
das aus dem nördlich gelegenen Gebirge stammte. Per Boot brachte man die
unbehauenen Bruchsteine nach Liangzhu. Im Mauerring der Stadt gab es
acht Wasserpforten, durch die Boote einfahren konnten.
Anbruch einer neuen Epoche
Während
die Forschungen in Liangzhu weitergehen, deuten Entdeckungen anderswo
in China darauf hin, dass das »Venedig« im Jangtse-Delta das Phänomen
einer sozialen und kulturellen Umbruchzeit war. Erst im Jahr 2019 legten chinesische Archäologen dar,
dass vor mehr als 5000 Jahren ein Wandel einsetzte: Im Gebiet des
unteren und mittleren Jangtse – in der heutigen Provinz Sichuan – sowie
entlang des unteren Gelben Flusses entstanden zahlreiche Siedlungen.
Einige, darunter Shijiahe im mittleren Jangtse, waren so groß, dass nur
gut organisierte Arbeiterschaften in der Lage gewesen sein können, die
Gräben und Mauern anzulegen. »Liangzhu ist mit Abstand das größte
Beispiel, aber es gibt noch andere umwehrte Stadtzentren«, sagt die
Sinologin und Archäologin Jessica Rawson von der University of Oxford.
»Die Handwerkskunst war in mehreren Regionen Chinas bereits sehr
fortgeschritten, nicht nur für das Material Jade, sondern auch bei
verschiedenen Keramiken.« Einige dieser Stätten standen miteinander in
Kontakt, wobei die größeren Siedlungen vermutlich als lokale
Machtzentren fungierten. Zeugnisse von Liangzhus Kultur etwa fanden sich
in Gegenden mehr als 100 Kilometer von der Stadt entfernt.
All
diese Funde liefern ein völlig anderes Bild, als es Forscher bisher von
Chinas Geschichte gezeichnet haben. Einigermaßen sicher ist: Erstmals
vor etwa 10 000 Jahren tauchten kleine Gemeinschaften von Reisbauern
auf. Doch bis vor Kurzem ging man davon aus, dass die erste frühstaatliche Gesellschaft in China,
die auf einer hierarchisierten Gesellschaft beruhte, erst vor
3600 Jahren mit dem Aufstieg der Shang-Dynastie in der
Zentralchinesischen Ebene entstand. Das weit im Südosten gelegene
Liangzhu weist aber bereits viele Merkmale einer staatlich organisierten
Gesellschaft auf, die sich dann etwa 1700 Jahre früher formiert hätte
als bislang angenommen. Nach Ansicht von Colin Renfrew und Liu Bin ist
genau das der Fall gewesen.
Venedig des Fernen Ostens | Liangzhu liegt
ungefähr 160 Kilometer westlich von Schanghai. Die Metropole war zirka
300 Hektar groß. Im Umfeld der Stadt, die über acht Wasserpforten
befahren werden konnte, entdeckten Archäologen zwei Cluster von Dämmen –
niedrig und hoch gebaute Deiche.
Dass Liangzhu eine Hochkultur beherbergte, schließen sie aus drei Erkenntnissen:
Der
Bevölkerungsgröße: Lius Team schätzt, dass einst zwischen 22 900 und
34 500 Menschen die Stadt bewohnten. Das war um ein Vielfaches mehr, als
für jede andere frühe Gemeinschaft in China nachgewiesen ist.
Sehr
wahrscheinlich war die Gesellschaft von Liangzhu stark hierarchisch
gegliedert. Das folgern die Wissenschaftler aus dem großen Gefälle
zwischen den wenigen sehr reich ausgestatteten und den vielen ärmlich
bedachten Gräbern.
Schließlich gibt es einige monumentale
Bauten: die Stadtmauern, die Mojiaoshan-Plattform mit dem Palastkomplex
und das System aus Dämmen. Die Gemeinschaft, genauer gesagt, die Elite
war also in der Lage, derartige Baumaßnahmen zu organisieren, zu
verwalten und durchzuführen.
Dabei sei besonders beeindruckend, dass die Menschen von Liangzhu all das ohne Lasttiere wie Pferde, Esel oder Ochsen errichteten,
betont Jessica Rawson. »Alles war von menschlicher Arbeit abhängig«,
sagt sie. »Und entscheidend dabei war, diese Arbeitskräfte zu
organisieren.« Denn für die Baumaßnahmen mussten Bauern von der
Feldarbeit freigestellt werden können. Das Team um Liu hat berechnet,
dass allein für die Dämme von Liangzhu rund 2,9 Millionen Kubikmeter
Erde bewegt wurden. 3000 Arbeiter hätten dafür schätzungsweise acht
Jahre gebraucht. »Ohne Planung wäre so ein Wasserbauprojekt nicht
realisierbar gewesen«, ist Rawson überzeugt. Außerdem: »Eine kleine
Gruppe von Menschen wäre dazu nicht in der Lage gewesen – das war
Management im großen Stil.«
Hochkultur ohne Schrift?
Weltweit
kennen Archäologen kaum eine Hochkultur, die im 4. Jahrtausend v. Chr.
vergleichbare Wasserbauwerke wie in Liangzhu verwirklicht hat. Wer aber
die Wiege der Zivilisation sucht, blickt meist in den Vorderen Orient.
Dort hatten sich zur selben Zeit einige städtische Gesellschaften
herausgebildet, etwa Tell Brak in Syrien oder Uruk am Euphrat im
heutigen Irak. Auch diese Städte florierten dank eines fortschrittlichen
Wassermanagements. Doch in Größe und Komplexität haben die Menschen von
Liangzhu deutlich mehr Aufwand getrieben. Liu und Renfrew sind
überzeugt davon, dass die Staudämme von Liangzhu »womöglich weltweit die
frühesten gemeinschaftlich errichteten Bauwerke in dieser Größenordnung
sind«. Vernon Scarborough stimmt zu. Der Archäologe von der University
of Cincinnati besuchte die Stätte 2017 und war überrascht, wie stark die
Bewohner von Liangzhu in ihre Umwelt eingegriffen hatten. »Es gibt
keine andere derart wasserbaulich veränderte Landschaft, die ebenso
alt ist.«
Eine Sache allerdings fehlt bisher in Liangzhu: Die
Archäologen haben noch keine eindeutigen Belege für eine Schrift
gefunden. Und ohne Schrift, so die verbreitete Forschungsmeinung, könne
sich kein Staat herausbilden. Möglicherweise sind aber einige Bilder,
die Keramik- und Jadeobjekte zieren, nicht als reiner Dekor zu
verstehen. Zhang Chunfeng von der Pädagogischen Universität Ostchina in
Schanghai ist sich sicher, dass ein Teil der Symbole Schriftzeichen waren.
Bisher sind 656 Symbole bekannt, von denen einige immer gleich
arrangiert sind. Sie prangen etwa auf Gefäßen und dabei stets an
derselben Stelle, etwa auf dem Fuß oder an der Mündung. Zhang folgert
nun daraus, dass sie vielleicht wie ein Etikett Auskunft über den Inhalt
gaben. Die Sprachforscherin fand auch heraus, dass einige Zeichen nach
bestimmten Regeln verändert wurden, um ihnen womöglich eine neue
Bedeutung zu verleihen. Beispielsweise wurden Striche hinzugefügt oder
Motive anders miteinander kombiniert – aber eben nicht willkürlich,
sondern regelhaft. War in Liangzhu also ein Schriftsystem im Entstehen
gewesen? »Einige Symbole waren vermutlich nur dekorativ, manche besaßen
eine bestimmte Bedeutung, und für den Rest ist es schwierig, ihre genaue
Funktion zu bestimmen«, sagt die Forscherin. Sicher sein könne man nur,
meint Zhang, wenn eine Art Rosetta-Stein für die Symbole von Liangzhu
vorliegen würde.
Bi-Scheibe aus Jade | Typisch für die alten
Kulturen Chinas sind Bi-Scheiben. Dabei handelt es sich um dünne
Steindisken, die in der Mitte durchlocht sind. Dieses Stück stammt aus
Liangzhu.
Die Archäologen um Liu Bin haben genügend Daten
über die Frühzeitmetropole gesammelt, um den Entstehungsprozess einer
komplexen Stadtgesellschaft zu erhellen. Bekannt ist, dass der Übergang
von der Lebensweise als Jäger und Sammler zu einem bäuerlichen
Lebensstil in die Entstehung von Siedlungen mündete – die Gruppen
begannen, sich nahe ihren Feldern niederzulassen. Irgendwann bündelten
die Bauern ihre Ressourcen und setzten vermehrt auf Zusammenarbeit. Als
Folge vergrößerten sich die Gemeinschaften. Das erklärt jedoch noch
nicht, warum eine Gesellschaft dann den Sprung zur Metropole wagte. Was
war der Anlass, dass Menschen Technologien entwickelten, eine Verwaltung
errichteten und sich in der Folge eine hierarchische Gesellschaft
herausbildete? Ließ Wasser Zivilisationen blühen?
Laut Vernon Scarborough befeuerte ein Umstand die Entstehung der Stadtgesellschaft von Liangzhu: die Unwägbarkeiten der Natur.
So bestand gerade in der Regenzeit das Risiko, dass Nutzflächen
überschwemmt wurden. Im Sommer hingegen verdorrten die Reisfelder
womöglich unter lang andauernder Trockenheit. Und damit war die Ernte
gefährdet. Zu Anfang haben die Bauern wahrscheinlich nicht gleich ihre
Energien in wasserbauliche Anlagen investiert. Eher haben sie zunächst
versucht, die launische Natur mit Ritualen und Kulten günstig zu
stimmen. Zu solchen Anlässen waren dann auch die verstreut lebenden
Gruppen regelmäßig zusammengekommen. Durch die gemeinschaftlich
begangenen Kulte könnten sich soziale Normen etabliert und sich Einzelne
als Anführer hervorgetan haben, etwa weil sie das Wetter vorhersagen
konnten und so das Wohl der Gemeinschaft förderten.
Sobald eine
soziale Hierarchie existierte, gab es eine Elite, die genügend Arbeiter
für Bauprojekte mobilisieren konnte. Weil das Wassermanagement der
gesamten Gemeinschaft zugutekam, verfestigte sich wohl auch die
bestehende Gesellschaftsordnung. Der herrschenden Schicht fielen
folglich mehr Macht und Reichtum zu. Und beides ermöglichte es der Elite
wiederum, weitere kunstvolle Objekte fertigen und monumentale Bauten
errichten zu lassen.
»Wasser ist sicher nicht die einzige Ursache für die Entstehung komplexer Gesellschaften, aber es ist eine der wichtigsten«Vernon Scarborough, Archäologe, University of Cincinnati in Ohio
Dieselben
Umstände, die in Liangzhu zur Herausbildung einer frühstaatlichen
Gemeinschaft führten, herrschten nach Ansicht von Scarborough auch im
Vorderen Orient – nur dass sich die Menschen dort vor allem gegen
Dürreperioden wappnen mussten. »Es ging darum, Wasser, das ja nur
begrenzt zur Verfügung stand, aus dem Tigris oder Euphrat abzuleiten, um
so die wachsenden Städte zu versorgen.« Wie in Liangzhu hatten die
Einwohner erkannt, dass ihr Dasein sicherer wäre, wenn sie die
Umweltbedingungen beeinflussen könnten. Auch diese Entwicklung hat
vermutlich zum Gesellschaftswandel beigetragen. Die Gruppen kooperierten
enger, Einzelne taten sich dabei hervor, und allmählich bildeten sich
Eliten heraus. »Wasser ist sicher nicht die einzige Ursache für die
Entstehung komplexer Gesellschaften, aber es ist eine der wichtigsten«,
sagt Scarborough. Fluten brachten das Ende
Liangzhu
entstand, weil das Land von Überschwemmungen heimgesucht wurde. Doch
genau das führte wohl zu ihrem Untergang. Wang Zhanghua und ihr Team von
der Pädagogischen Universität Ostchina untersuchten Sedimentschichten
in der Region. Offenbar, so fanden die Forscher heraus, brachen immer wieder Flutwellen aus dem Ostchinesischen Meer über das Gebiet herein –
erstmals vor etwa 4500 Jahren. Dadurch lagerten sich Algen und kleinen
Meeresfossilien ab. Die Forscher um Wang dokumentierten die Schichten
direkt über den Hinterlassenschaften der Liangzhu-Kultur. Die Fluten
verwüsteten das Gebiet nicht nur, sie versalzten auch allmählich den
Boden – bis kaum noch Reis angebaut werden konnte. »Die wichtigste
wirtschaftliche und soziale Grundlage der Menschen von Liangzhu brach
weg«, fasst Wang zusammen.
Die Stadt wurde verlassen. Die Menschen
wanderten in andere Regionen ab – samt ihren Kenntnissen. Liu Bin und
seine Kollegen gehen davon aus, dass spätere Kulturgruppen Elemente aus Liangzhu wie die Jade-Congs aufgegriffen haben.
Doch schon die Liangzhu-Zivilisation selbst hatte die Landschaft um
ihre Kanalmetropole nachhaltig verändert – und das bis heute.
Nota. - 'Hydraulische Gesellschaft' ist der Begriff, den Karl August Wittfogel geprägt hat, um die Entstehung und Funktionsweise der unter Marxisten als asiatische Prokuktionsweise be-kannten Gesellschaftsformation zu erklären. Ihre Grundlage ist ein zentral betriebenes groß-flächiges Bewässerungssystem aus Kanälen, Rohren und Schleusen, das sich mit kleinräumiger Parzellenwirtschaft nicht verträgt und als politische Herrschaftsform die orientalische Despo-tie möglich und erforderlich macht.